Die Komponenten einer RFID-Lösung

 

Ein RFID-System besteht immer aus mehreren Komponenten:
RFID-TAGs, RFID-Reader, Edge-Server oder Middleware und einer Softwareapplikation in Abhängigkeit des jeweiligen Einsatzgebietes.

Der Zweck eines RFID-Systems ist die Datenerfassung einer Identifikationseinheit (RFID-TAG), welcher von einem RFID-Lesegerät (Reader) mit angeschlossenen Lese- und Schreibantennen gelesen werden kann und die gewonnenen Daten an eine Softwareapplikation weiterleitet.

Die Daten eines RFID-TAGs können vielfältige Informationen enthalten wie Kennzeichnung, Standortinformation, Produktdetails, Preis, Farbe, Kaufdatum und vieles mehr.
 

Schematische Darstellung (Quelle: RFID Journal)


In einer beispielhaften und typischen RFID-Anwendung werden die zu identifizierenden Objekte mit einem kleinen preisgünstigen RFID-Label versehen. Das RFID-Label enthält den Transponder mit Mikrochip, in dem eine eindeutige Seriennummer zur Identifikation gespeichert ist.
Eine Lesestation, bestehend aus einem Antennensystem und einer Sende/Empfangseinheit (Reader), sendet ein Signal zum Aktivieren der RFID-Label aus, um mit diesen Transpondern kommunizieren zu können. Befindet sich ein RFID-Label im elektromagnetischen Feld einer Antenne, wird dieser aktiv und Daten können zwischen Reader und Transponder ausgetauscht werden.
Die Softwareapplikation verarbeitet die Daten die vom Reader empfangen werden und leitet diese an ein übergeordnetes ERP System oder andere Anwendersoftware weiter.

Nehmen wir als weiteres Beispiel eine Leihbibliothek:

RFID-Tore an den Ein- und Ausgängen können feststellen, ob Bücher ordnungsgemäß ausgeliehen und erfasst worden sind.

Bringt ein Kunde ein Buch wieder zurück, kann das Sicherheits-Bit wieder gesetzt werden und der Bestand wird automatisch aktualisiert.
Optional kann ein Beleg vom RFID System ausgedruckt werden.
An dieser Stelle können die zurückgebrachten Bücher automatisch vorsortiert werden um dann einfacher in die Regale zurückgestellt werden zu können.

Zusätzlich ist es jetzt sehr einfach , Bücher, die falsch einsortiert worden wieder zu finden. Dafür müssen die Bücherregale mit sog. segmentierten RFID-Antennen ausgestattet werden. Alle Bücher werden auf  „Knopfdruck“ mit ihrem jeweiligen Standort erfasst. Dabei werden im Anwendungsprogramm die falsch einsortierten ausgesondert und der Mitarbeiter der Bibliothek kann die Bücher gezielt aus dem falschen Regal entnehmen und im richtigen Regal einsortieren.

Dieses Beispiel lässt sich sehr einfach auf weitere Produktgruppen wie CDs, Textilien, Akten, hochwertige Elektronikartikel und andere übertragen. Die Traumvorstellung des Handels von einer „Knopfdruckinventur“ ist folglich heute schon technisch realisierbar. Über deren Wirtschaftlichkeit muss jeder Anwender für sich selbst die Berechnung anstellen. Wenn man dabei die verbundenen Arbeitsprozesse betrachtet, ist die Ermittlung einer hohen Wirtschaftlichkeit und einer sehr kurzen ROI-Zeit sehr darstellbar.